Hallo liebe Eurasierfreunde!

Treffen des C-Wurfs im Jahr 2006

Pfingstmontag war es soweit:

Anläßlich des bevorstehenden ersten Geburtstages meines C-Wurfes lud ich Campino, Cato, Chiwa, Cindy und natürlich meine Crazy Chilli zusammen mit dem Vater dieser Fünf, Arco Üfter Heide und der Mutter Insha kleine Blaike zu einem Wurftreffen ein.
Die weiteste Anreise hatten dabei mit über 500 km die Besitzer von Campino, (=Susanne, die hier auch postet) abzuleisten und deshalb quartierte sich die komplette fünfköpfige Familie einschließlich Hund in einem benachbarten Städtchen sogar für einige Tage ein. (=DANKE!)

Das Wurftreffen selber war sehr schön: Alle Hunde kamen samt ihrer netten Besitzer und auch den Hunden war die Wiedersehensfreude anzumerken.
Auf dem Hundeplatz, auf dem Cato (der blieb bei mir im Ort) und meine Chilli ihre ersten Prägungsspieltage veranstalteten, war für diesen ersten Geburtstag alles hergerichtet:
Planschbecken, Tunnel, Bällchen-Pool u.v.m. lockten Mensch und Hund zum gemeinsamen Spiel.

Anschließend gab es (unter sonnigem Himmel) ein leckeres Salatbuffet und danach ging es zum Verdauungsspaziergang an den Kanal. Den Abschluß bildete ein gemeinsames Kaffeetrinken mit dem abschließenden Fotoshooting.
Fazit: ein gelungener Tag - und: Wir werden uns wiedersehen!

...der Schrecken danach:

Am folgenden Tag wollten die Besitzer von Campino (=die sich hier einquartierten) mit den drei Kindern einen Freizeitpark besuchen.
Hunde waren dort nicht erwünscht und deshalb sollte Campino für diesen Nachmittag bei mir bleiben.
Gesagt-getan. Susanne brachte ihn mir vorbei und ich versprach hoch und heilig, auf den Hund besonders gut aufzupassen. O-Ton Birgit: "Nicht auszudenken, wenn er mir hier - wo er sich nicht mehr auskennt - weglaufen würde".

Ich plante an diesem Nachmittag, mit den nun vier Hunden rauszufahren.
Campino blieb dabei immer schön am Geschirr angeleint, um kein Risiko einzugehen. Alles klappte prima: Chilli, Insha und Flint liefen unangeleint; Campino war an der Leine. Auch als wir zu Hause aus dem Auto stiegen, war ich vorsichtig: Ich leinte Campino schon im Auto an, aber diesmal nur am Halsband und nicht am Geschirr.
Campino stieg aus, dann erst ließ ich meine Hunde aus dem Auto... und was tat mein Flint: Als er sah, dass sich Campino auf unserer (=seiner) Hofeinfahrt befand, zeigte er ihm die Zähne und knurrte ihn fürchterlich an.
Dabei bekam Campino solch einen Schreck, dass er sich abrupt aus dem Halsband zog (warum haben ich ihn nicht am Geschirr angeleint?) und Hals über Kopf, Rute herabhängend, im Galopp weglief... unaufhaltsam.
Mein Herz blieb stehen, ich wünschte mir ein großes Loch im Erdboden herbei, in dem ich versinken kann...und: "den Hund sehe ich wohl nie wieder".
Was ist nun zu tun (wenn sich schon kein Loch auftut)?
Ab ins Auto und die Richtung einschätzen, in die er weglief... und dann die Umgebung absuchen.
Nichts war von ihm zu sehen und es hatte ihn auch kein anderer gesehen!!!
Zurück zu Hause, wurden die Polizei und die Feuerwehr informiert: "roter, halbhoher Rüde mit Fuchsmaske, Ringelrute, in dieser Gegend fremd, soeben weggelaufen usw., usw".
Die drei am Ort ansässigen Tierärzte benachrichtigte ich auch und dann endlich erreichte ich auch Susanne im Freizeitpark "Wir kommen sofort." sagte sie tonlos.
Eine halbe Stunde später war sie mit ihrer Familie da.
Krisensitzung: Mein Bruder und seine Frau suchten mit dem Fahrrad die Gegend ab und Susannes Mann Lothar machte sich mit dem Auto auf die Suche.
Ich selber druckte derweil am PC Fotos von Campino aus, für den Fall, dass wir ihn über Plakate suchen müssen. Campino war zu diesem Zeitpunkt schon drei Stunden weg!!
Dann ein Anruf von meinem Bruder:
Spaziergänger sahen vor einer Stunde den Hund in Richtung Bauernschaft wegrennen, vorbei an der alten Zechenhalde.
Ich telefonierte nun von zu Hause aus alle dort liegenden Gehöfte an: "...falls Sie den Hund im Umkreis Ihres Hofes sehen, bitte melden Sie sich umgehend bei uns. Versuchen Sie bitte nicht, den Hund festzuhalten usw.usw."

Eine halbe Stunde später meldete sich eine Bäuerin bei mir zurück:" ja, der Hund, den Sie suchen, ist vor einer halben Stunde bei uns am Maisfeld gesehen worden".

Ab ins Auto und los ging es mit Susanne in Richtung besagtem Hof. Aber dort war kein Hund zu sehen.
Wir fuhren, wie instinktgesteuert, einen anderen Hof an und fragten dort nach. "Ja, der Hund wurde vor zehn Minuten von meinem Sohn gesehen".

Nun bekamen wir das Gefühl, Campino ganz nah zu sein... Wir wollten ihn doch auch unbedingt vor Einbruch der Dunkelheit finden.

Lothar kam mittlerweile mit seinem Auto auch zu uns und gemeinsam fuhren wir zur eben beschriebenen Stelle in einem anderen Maisfeld. Aber auch dort sahen wir (zuerst) nichts...

Lothar und Susanne riefen immer wieder inständig Campinos Namen, pfiffen und das Wunder geschah:
Aus einem Dickicht am Ende des Feldes, unmittelbar an einem kleinen Bach, kam Campino - noch leicht irritiert und nass und schmutzig - heraus. Gott sei Dank, er lebte und war auch unverletzt (der Polizei ist auch kein Unfall mit einem Hund als Verursacher gemeldet worden).

Er war außer sich vor Freude und wir Menschen auch.
Nach fünfstündiger "Odysse" sprang Campino freudig in sein Auto ein und wir fuhren zu mir nach Hause, an die Stätte seiner Welpenzeit.

Die Suchplakate konnten nun entsorgt werden, Gott sei Dank!!
Auch die vorher informierten Stellen wurden über Campinos Wiederauffinden benachrichtigt.
Er und seine Schwester Chilli tobten noch bis zum Dunkelwerden im Garten herum und dabei war er schon wieder fast der Alte! Wie uns das freute.
Neben einem abgefahrenen Außenspiegel an meinem Auto (wohl an irgendeinem Baum beim Wenden auf den Gehöften passiert) sowie zwei vor Nervosität eingebüßten Fingernägeln ist kein Schaden zu vermelden, nur noch Gutes. Susanne sagte nämlich bei der herzlichen Verabschiedung: "Bis zum nächsten Mal - dann kannst Du wieder auf Campino aufpassen, wenn wir in den Freizeitpark fahren"
Und dann musste ich heulen.
Viele Grüße

Eine glückliche Birgit