Analdrüse

Schauen Sie Ihrem Hund ruhig öfter mal "unter den Schwanz". Der Hund pflegt sich zwar auch hier in der Regel selbst, aber nach Durchfällen  kann es zu Verklebungen kommen, die mit Schwamm und Wasser beseitigt werden müssen. Schauen Sie sich dabei regelmäßig die Analdrüsen Ihres Hundes an:

Diese befinden sich jeweils links und rechts des Afters und sondern  beim Kotabsatz ein stark riechendes Sekret ab. Dies ist die individuelle "Duftnote" jedes einzelnen Hundes. An diesem Geruch erkennen sich die Hunde untereinander.

Wenn die beiden Analdrüsenöffnungen aber über eine längere Zeit verklebt oder nicht funktionsfähig sind, kann es zu einer Überfüllung und Entzündung dieser kommen. Die Analdrüsen schwellen dann an, werden rot und sehen wund aus. Oft lässt sich der Hund dort nicht gerne anfassen, da es ihm weh tut. Er versucht deshalb durch Beißen des Hinterteiles oder durch "Schlittenfahren" die Analdrüsen wieder zu öffnen, was ihm aber nur selten gelingt. Ein Entleeren der Analdrüse durch den Tierarzt ist notwendig.

Achtung: nicht immer erkennen wir verstopfte und entzündete Analdrüsen mit bloßem Auge, denn manchmal bildet sich die Entzündung auch im inneren Afterbereich aus! Im nichtbehandelten Stadium kann es zu einem Aufplatzen der Analdrüsen kommen - der Eiter ergießt sich dann  aus dem After kommend, schwallartig und mit Blut vermischt. 

Halten Sie den After des Hundes deshalb immer sauber und durch gelegentliches Einfettem mit Vaseline geschmeidig. Wenn der Hund durch falsche Fütterung über längere Zeit einen zu weichen Stuhl absetzt, wird die Analdrüse auch nicht ausreichend entleert. Und: es gibt Eurasier, die sind häufiger betroffen –  und es gibt Eurasier, die nie Last damit haben.