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Gebärmutterentzündung (Pyometra)

Es ist die Sorge vieler Hündinnenhalter und Züchter, dass die Gesundheit oder gar das Leben einer Hündin durch eine Gebärmuttervereiterung gefährdet werden kann. Trotz einer hohen Sorgfalt in der Pflege einer Hündin, kann diese durchaus unbemerkt daran erkranken. In den meisten Fällen handelt es sich um bakterielle Infektionen oder auch um Fehlfunktionen der Eierstöcke.         

Wann ist die Hündin am meisten gefährdet?

Zum Zeitpunkt der Geburt oder unmittelbar danach, nach jeder Läufigkeit oder nach sogenannten Scheinträchtigkeiten. Auch regelmäßige Hormonbehandlungen zum Abbrechen einer Schwangerschaft oder zum Aussetzen einer Läufigkeit können eine Hündin für eine Pyometra gefährden.

Symptome und Krankheitsverlauf

Es gibt Hündinnen, die zeigen im Krankheitsverlauf  keine Veränderungen im Allgemeinbefinden und gerade dann ist eine chronisch verlaufende Gebärmutterentzündung besonders gefährlich. Wenn dann hohes Fieber, großer Durst verbunden mit viel Harnmenge, Appetitlosigkeit und Müdigkeit einsetzt, sollten die Alarmglocken läuten und der Gang zum Tierarzt sollte sofort erfolgen.

Die zweite Variante des Krankheitsverlaufs kann zwar günstiger für eine Behandlung sein, doch ist sie nicht weniger gefährlich. Der Gang zum Tierarzt ist in diesem Fall genauso dringlich, wenn man Leben und Gesundheit der Hündin retten will. Wenn nach einer Läufigkeit oder Geburt hohes Fieber auftritt, das mit einem eitrigen Ausfluss aus der Scheide einhergeht, ist schnelle Hilfe durch den Tierarzt sofort einzuleiten. Kommt es nicht zu einer sofortigen tierärztlichen Versorgung, sind weitere Organe stark gefährdet und das Leben der Hündin ist in Gefahr.

Wichtige Vorsichtsmaßnahmen:

Nach jeder Läufigkeit sollte die Hündin in den Folgewochen auch weiterhin kontrolliert und genau beobachtet werden. Bei jedem Verdacht, dass sich das Allgemeinbefinden der Hündin verändert, sofort Temperatur messen und häufig mit einem weißen Zellstofftuch die Scheide abwischen, ob sich ein Ausfluss zu erkennen gibt. Oftmals reagieren Rüden verstärkt auf den Geruch des Scheidensekretes wie bei einer Hündin in der Läufigkeit. Sehr viel Durst, Aggressivität anderen Hunden gegenüber und Lustlosigkeit sind nur wenige Beispiele für Veränderungen des Allgemeinbefindens. Jeder Hündinnenhalter kennt sein Tier am besten, um sofort die individuellen Veränderungen festzustellen.       

Behandlung im Frühstadium

Machen Sie keine Selbstbehandlung und warten Sie nicht, sondern suchen Sie umgehend den Tierarzt auf! Er muss die Hündin gründlich untersuchen und die Behandlung einleiten. Bei noch geöffnetem Muttermund sind die Heilchancen sehr groß. 

Rettung der Hündin durch eine Operation

Um das Leben der Hündin zu retten, wird im fortgeschrittenen Stadium des Krankheitsverlaufs der Tierarzt eine Totaloperation anordnen und die Gebärmutter und Eierstöcke entfernen. Auch nach einer Operation besteht noch ein Restrisiko und eine weitere Behandlung wird sich anschließen, damit die ganzheitliche Gesundheit der Hündin gesichert werden kann.

Hündinnen VOR der ersten Läufigkeit können eine JUNGTIERVAGINITIS entwickeln:

Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt bei 5-7 Monate alten Tieren, aber auch 8-10 Wochen alte Welpen können betroffen sein. Die Hündinnen haben eitrigen Scheidenausfluss, die Scheide ist stark gerötet. Das Allgemeinbefinden ist meist ungestört. Die Ursachen für diese Erkrankung sind noch nicht ausreichend geklärt. So sollen immunologische Reaktionen, Hormonmangel, Fütterungseinflüsse und Bakterien eine Rolle spielen. Spülungen und Antibiotikagaben können eine vorübergehende Besserung bringen. Eine endgültige Heilung erfolgt erst bei Eintritt der Geschlechtsreife.