Lahmheiten

Wenn der Hund plötzlich ein Bein schont, dann beobachten Sie genau, um was für eine Störung es sich handelt. Kann der Hund das Bein gar nicht benutzen (setzt es also nicht auf beim Laufen) und zeigt er starke Schmerzen, wenn Sie versuchen das Bein vorsichtig zu bewegen? – Dann suchen Sie bitte unbedingt sofort einen Tierarzt auf, denn es könnte sich um einen Bruch oder Bänderriss handeln und eine umgehende (evtl. operative) Versorgung ist notwendig.

Ist die Ursache eine Prellung oder Zerrung, so wird der Hund meist lahmen; er kann das kranke Bein aber beim Gehen leicht aufsetzen. In diesem Fall kann man durchaus einige wenige Tage auf Besserung warten, allerdings sollte der Hund bewegungsmäßig geschont werden und an der Leine laufen!

Chronische, also lang anhaltende oder oft wiederkehrende Lahmheiten unterschiedlichster Stärke, sind meist in Gelenkerkrankungen begründet (Arthrosen etc.). Es kann dann durchaus sein, dass nach einiger Zeit die Symptome verschwinden, obwohl das betroffene Gelenk bereits arthritisch verändert ist. Später zeigen sich dann die Arthrosen durch Schmerzen und erneuten Lahmheiten. Nehmen Sie diese Symptome unbedingt ernst, denn je früher eine (chronische) Gelenkserkrankung behandelt wird, um so eher lässt sich der weiter fortschreitende Prozess aufhalten.

Weitere Gründe für wiederholt auftretende Lahmheiten können sein:

Schilddrüsenunterfunktionen, Borreliose und andere bakterielle Erkrankungen, neurologische Dispositionen uvm. Fragen Sie Ihren Tierarzt!

Wichtige Fragen bei der Abklärung der Ursache sind:

  1. Wann und in welchem Lebensalter ist die Lahmheit bei dem Tier zum ersten Mal aufgetreten?
  2. Wie alt ist das Tier heute?
  3. Hat sich die Bewegungsstörung über Tage und Wochen entwickelt oder ist sie plötzlich aufgetreten?
  4. Gibt es besondere Umstände, die zu der Erkrankung geführt haben, beispielsweise ein Unfall?
  5. Sind die Symptome nach dem Schlaf oder anderen Ruhephasen stärker oder eher nach Belastung?
  6. Wird die Symptomatik durch Bewegung besser?
  7. Wurden bereits Untersuchungen durchgeführt? Welche Diagnose wurde gestellt und welche Therapie wurde durchgeführt? Hat sich unter der Therapie eine Besserung gezeigt?

Zur Diagnose bietet sich unter anderem ein Bildgebendes Untersuchungsverfahren (Röntgen, Ultraschall) an