Bei meiner Zuchtplanung lege ich besonderen Wert auf die Schaffung gesunder Familienhunde, die ein möglichst hohes Lebensalter in gutem Zustand erreichen. Ich vertrete die Auffassung, dass mit jedem Wurf eine lebenslange Verantwortung des Züchters für „seine“ Welpen entsteht, die nach Welpenabgabe in eine gemeinsame Verantwortung von Welpenbesitzer und Züchter übergeht. Eine sehr sorgfältige Auswahl der künftigen Lebensräume der Welpen und der Menschen, mit denen sie leben werden, ist für mich wesentlicher Bestandteil dieser Züchterverantwortung

   

"Du bist ein Leben lang verantwortlich für das, was Du Dir vertraut gemacht hast." (Saint-Exupéry) Die züchterische Verantwortung gegenüber den Welpen meiner Hündin hält auch nach der Abgabe der Kleinen an nette und gut vorsortierte Hundemenschen an und zwar „lebenslänglich“.

   
Bei jedem Wiedersehen, beim Betrachten der Fotos und in meinen Gedanken spüre ich dieses unsichtbare, aber stabile emotionale Band, welches mich „auf immer“ mit dem von mir erzüchteten Hund verbindet – und meine Freude ist groß, wenn dieser kleine Kerl mich ebenfalls „nicht vergisst“.
 
Diese Verantwortung  findet sich auch im
kaufvertraglichen Regelwerk wieder: Ein vereinbartes Rückkaufrecht meinerseits garantiert mir ein „Zurückholen“ des Hundes, wenn er, aus welchen Gründen auch immer, nicht mehr bei seinen Menschen verbleiben kann. Während des gesamten Hundelebens biete ich mich als Ratgeber und Hilfesteller an und halte auch von mir aus den Kontakt zu Mensch und Hund.
   
Einladungen zu Eurasiertreffen, Rundmails sowie der „Arenberger Grund - Newsletter“  tragen zum Informationsfluss sowie zum Aufrechterhalten der Kontakte bei.
   

Mein Züchterselbstverständnis konkret:

Heute pflanzen sich die Hunde nicht mehr in der Wildnis fort, die Zucht wird durch den Menschen kontrolliert. Und hier fängt die Notwendigkeit einer Definition an, was einen wirklich guten Züchter ausmacht.

Durch Zuhilfenahme von Auszügen aus dem Buch „Genetik der Hundezucht“ von Malcolm B. Willis erstelle ich daher folgende Auflistung:

 
Ein wirklich guter Züchter ist ein Mensch, der an Hunden im Allgemeinen lebhaft interessiert ist und sich einer Rasse besonders verschrieben hat.
   
Er
- lernt alles, was er über die Rasse zu lernen vermag
- kauft einen solchen Hund und lebt mit der Rasse
- züchtet gelegentlich einen Wurf, plant diesen aber immer sorgfältig und hat dabei stets
das Ziel vor Augen, seine Zucht zu verbessern. Er tut dieses mit Liebe und Hingabe und ohne Rücksicht auf finanzielle Verluste
- sozialisiert, hält und füttert seine Hunde bis ins hohe Alter richtig, bemüht sich nachhaltig darum, die Hunde voll in den eigenen Haushalt zu integrieren und hält nur so viele
Hunde, wie er in der Lage ist, sich intensiv mit ihnen zu befassen
- richtet seine ganze Aufmerksamkeit auf evtl. Defekte und Fehler in der Rasse und
vermindert ihr Auftreten durch alle zur Verfügung stehenden genetischen Maßnahmen
- verkauft seine Welpen zu fairen Preisen und vergewissert sich so weit wie irgend
möglich, dass sie in gute Hände kommen. Unbedingt strebt er dabei eine bleibende
Verbindung zu den Käufern an, die diesen Hilfen garantiert.
- hält immer einen klaren ethischen Ehrencode aufrecht
- gewährleistet, dass im Falle einer Notlage des neuen Besitzers „sein“ Hund
zurückgenommen wird, er ihn dann selber behält oder ihn in ein neues liebevolles
Zuhause vermittelt
- arbeitet mit den Zuchtleitern, den Zuchtwarten und anderen Züchtern zum Wohle der
Rasse zusammen
- stellt den Fortschritt der Rasse immer über den persönlichen Ruhm
- fragt sich nie, was die Rasse für ihn tun kann, sondern was er  für die Rasse zu tun
vermag (John F. Kennedy etwas abgewandelt zitiert)